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Seit mehr als 40 jahren besitzt diedenshausen kein backhaus mehr. von den ehemals 11 backhäusern existiert leider kein einziges mehr. um endlich wieder über ein solches haus verfü-gen zu können, soll eine backhausgemeinschaft gegründet wer-den. sie wird s


Heimat- und Verkehrsverein Diedenshausen e.V.
Liebe Diedenshäuser und Freunde unseres Dorfes, wie schön, dass der neue Rundblick gerade zu Ostern erscheint. So ha-ben wir die Möglichkeit, Euch allen auf diesem Wege ein schönes freu-diges Osterfest und einen guten Appetit auf viele bunte Ostereier zu wünschen. Die können dann bei schönem Wetter auf einem Osterspa-ziergang von den Kindern gesucht und von allen gegessen werden. Nach den absoluten Höhepunkten unseres Dorflebens, der 800-Jahrfeier 1994 und dem Gewinn der Goldmedaille auf Bundesebene im Wettbe-werb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft" 1998, klangen die großen überregionalen Aktionen ab, und wir genossen die wohlverdiente Ruhephase. Um lebendig und aktiv zu bleiben, darf die Ruhe jedoch nicht zum Dornröschenschlaf entarten.
Deshalb hat sich der Heimat- und Verkehrsverein Diedenshausen vorge-nommen, neue Impulse zu setzen. An erster Stelle steht die Pflege unserer Homepage. Sie ist gewiss schon gut und immer aktuell. Dafür gebührt Matthias Womelsdorf und seinem Mitarbeiterteam ein ganz herzliches Dankeschön. Aber an der einen oder anderen Stelle ist unser Internet-Auftritt sicher noch ergänzbar und verbesserungsfähig. Daran wird jetzt intensiv gearbeitet. Das ist vor dem Hintergrund besonders wichtig, dass immer mehr Menschen sich ihre Informationen aus dem Internet besorgen. Auf diese Weise – so hoffen wir – kann auch unsere Festhalle auf der Steinert besser bewor-ben und der Trend rückläufiger Vermietungen umgekehrt werden. Die Homepage könnte auch das Angebot von Führungen durch unser Dorf enthalten. Die Erfahrung lehrt, dass diese unter ganz verschiedenen Themenschwerpunkten durchgeführt werden könnten, wie z. B. „Dorf an einer 500 Jahre alten Grenze", „Fachwerkbauweise", „Geburtsort von Johannes Althusius – Einflüsse auf seine Entwicklung", um nur einige wenige Themen zu nennen.
Wie eindeutig aus Pressemitteilungen hervorgeht, soll das Museum der Stadt Bad Berleburg zum 30. September dieses Jahres endgültig ge-schlossen werden. Die noch vorhandenen Exponate sollen nach Mög-lichkeit einem anderen Ausstellungsort zugeführt werden.


Deshalb wurde dem Heimat- und Verkehrsverein Diedenshausen ange-boten, die wunderschöne Marmorbüste von Johannes Althusius unserem Heimathaus als Leihgabe zu überlassen. Hier in seinem Geburtsort ist sie ganz gewiss gut platziert.
Überdies sollen die Scherbenfunde, die Siegfried Piltz und Werner Wa-silewski zusammengetragen und geordnet haben und die sich zurzeit noch im Besitz des Wittgensteiner Heimatvereins befinden, sowie Fun-de von der Wallburg Aue von unserem Heimathaus übernmmen werden. Weitere Scherbenfunde aus unserer näheren Umgebung sind noch in der Außenstelle des Bodendenkmalamtes in Olpe eingelagert, sollen aber unsere Sammlung ergänzen. Ein diesbezüglicher Antrag auf Rückfüh-rung der Scherben ist bereits vor 1½ Jahren in Olpe eingereicht worden – allerdings bis heute unbeantwortet geblieben. Diese Sammlung würde eine schöne Dokumentation unserer heimischen Siedlungsgeschichte er-geben. Wie jeder sehen kann, geschieht im Hintergrund schon etwas, auch wenn es nicht immer öffentlich ist. Aber es gibt auch noch eine Menge zu tun. Also: Packen wir´s an! In diesem Sinne grüßen Euch herzlich Dr. Hartmut Dienst (1. Vorsitzender) (2. Vorsitzender) Ansprechpartner:Hartmut Dienst, Zum Heiligenholz 11 Joachim Dienst, Zum Heiligenholz 1 Klaus Homrighausen, Joh.-Althusius-Str. 6 (Tel. 02750-310)Bernd Kuhn, Zur Saale 5 Dringende Bitte an alle Mitglieder des Heimat- und Verkehrs-
Die Festhalle auf der Steinert und das Heimathaus sind zwei kostenauf-
wendige Einrichtungen des Heimatvereins. Beide können ihre Unkosten
nicht durch Vermietung, Eintrittsgelder und Spenden decken. Deshalb
sind sie auf jährliche Zuwendungen aus dem Haushaltsgeld des Vereins
angewiesen.
Der Jahresbeitrag der Mitglieder ist nicht in der Lage, das jährliche De-
fizit auszugleichen. Schon aus diesem neben vielen anderen Gründen
muss der Heimatverein Aktionen durchführen, die Geld in die Haus-
haltskasse einbringen.
Deshalb ist es ganz besonders ärgerlich, wenn der schmale Sockel der
Mitgliederbeiträge durch Fehlbuchungen noch weiter geschmälert wird.
In letzter Zeit häufen sich die Vorfälle, dass einzelne Mitglieder versäu-
men, für eine ausreichende Kontodeckung zu sorgen. Andere vergessen,
dem Kassenwart des Heimatvereins Änderungen ihrer Kontoverbindung
rechtzeitig mitzuteilen. Dadurch werden so genannte Rückbuchungen
notwendig.
Jede Rückbuchung verursacht Bankgebühren in Höhe von 19 €!!!
Das ist mehr als der Jahresbeitrag eines Mitglieds.
Deshalb wurde auf der Jahreshauptversammlung beschlossen, anfallen-
de Rückbuchungsgebühren dem jeweiligen Verursacher in Rechnung zu
stellen.
Jahreshauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins
Die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins wurde schon mehrfach
angesprochen. Deshalb soll an dieser Stelle nur eine kurze Übersicht der
angesprochenen Punkte stehen:
1. Dank an alle freiwilligen Helfer bei den Pflasterarbeiten und der Er-
richtung der Remise auf dem Festplatz an der Steinert, insbesondere an Willi Dienst, Schneiders. Darüber hinaus wurde auch die ehren-amtliche Mitarbeit aller anderen an den Belangen des Heimatvereins gewürdigt.
2. Die Werbung für die Festhalle soll intensiviert werden, damit Mie-
teinnahmen wenigstens annähernd die Kosten für die Unterhaltung der Halle decken können.
3. Es wird überprüft, ob Campingplätze am Rande des Festplatzes aus-
gewiesen werden können. Vereinzelt wurde Interesse an einem sol-chen befristeten Stellplatz angemeldet.
4. Die Planungen und Vorbereitungen für den Rundwanderweg um das
Elsofftal sind bei den vier beteiligten Ortschaften Elsoff, Alertshau-sen, Christianseck, Diedenshausen und Wunderthausen unterschied-lich weit fortgeschritten. In Diedenshausen soll an den Vorbereitun-gen zügig weiter gearbeitet werden, unabhängig davon, ob und wie die anderen Orte weiter vorgehen wollen.
5. Im Heimathaus soll die Erdgeschosswand zur Straße hin gegen ein-
dringende Nässe isoliert werden. Im Zusammenhang mit Kanalisie-rung der Abwässer waren Beschädigungen aufgetreten.
6. Ebenfalls im Heimathaus soll die Beleuchtung im oberen Ausstel-
lungsraum endlich auf den Stand gebracht werden, dass dort alle aus-gestellten Exponate angemessen präsentiert werden können.
7. Schließlich soll an der Außenwand des Heimathauses ein Metall-
schornstein installiert werden, damit im Haus der wunderschöne ei-serne Ofen angeschlossen werden kann. Vielleicht kann dann noch ein zweiter Ofen im Obergeschoss aufgestellt werden. 8. Der Heimatverein ist dankbar für die Übertragung der Sammlung von
Scherbenfunden aus mehreren tausend Jahren durch den Wittgenstei-ner Heimatverein. Desgleichen freuen wir uns über die Marmorbüste des Johannes Althusius, die uns vom Museum der Stadt Bad Berle-burg leihweise überlassen werden soll. Diesbezügliche Gespräche finden am 14. Mai statt.
9. Last not least standen die Überarbeitung der Diedenshäuser Homepa-
ge und mögliche bzw. wünschenswerte Ergänzungen zur Debatte.
Zum Schluss zeigte Heinz Georg Kuhn (Sohl) wunderschöne Filme aus der Diedenshäuser Geschichte (800-Jahrfeier).
Museumsfest am 10. Juni 2012
Wie allen Diedenshäusern inzwischen bekannt sein dürfte, wechseln sich Grenzgang und Museumsfest jährlich ab. In diesem Jahr wird wie-der das Museumsfest durchgeführt. Die Programmübersicht, die uns un-ser Ortsvorsteher zur Verfügung stellt, weist den 10. Juni als Veranstal-tungstag aus.
Wie seit Jahren bewährt, findet das Fest auf dem Schulhof der alten Schule statt. Selbstverständlich wird das Heimathaus in das Festgesche-hen mit einbezogen – schließlich gibt es dem Fest ja seinen Namen. Und auch Christs Wiese jenseits des Elsoffbaches dient wieder als Ausstel-lungsgelände. Dort sollen größere landwirtschaftliche Geräte und Ma-schinen präsentiert werden, die uns größtenteils das Museum für Land-wirtschaft und Brauchtum in Bad Berleburg zur Verfügung stellt. Heiko Womelsdorf hat sich vorrangig und dankenswerterweise darum bemüht. Nach Möglichkeit soll an einzelnen Maschinen auch praktisch gearbeitet werden, so dass man ihre Funktionsweise deutlich erkennen kann. Im Heimathaus selbst werden kleinere Gerätschaften ausgestellt. Dabei ist letztendlich noch nicht entschieden, ob sich auf ein zentrales Thema spezialisiert und dieses umfassend dargestellt wird, oder ob ein breit ge-fächertes Spektrum alter, heute selten oder gar nicht mehr benutzter Handgeräte präsentiert werden soll.
10. Juni 2012 ab 11.oo Uhr Schulhof der alten Schule, Heimathaus, Christs Wiese jeder wird etwas Geeignetes finden und satt werden Alle Diedenshäuser und Freunde unseres Dorfes sind ganz herzlich ein-geladen! Statistisches aus dem Heimathaus
Besucher im Heimathaus Diedenshausen
noch Ausstellung „Kaffeekannen" 5 Pensionärinnen der Grundschulen 2 Professor und Doktorandin Uni Tokio 26 Frauen des Frauenfrühstücks Dotzlar geschlossenKarten aus dem Forstatlas Laasphe (1739)und dem Forstatlas in Berleburg (1772) 6 Fam. Ronald Benfer, USA/ Schweden 5 Altherren-Club 9 Männer der Sportgruppe Berleburg 5 Rosemarie Steuber und Familie 1 Dr. Hoeps, Krimi-Autor, Autorengruppe „Krimis am Rothaarsteig"mit Dorfführung25 Jahre WWFG WittgensteinerWomelsdorf-Familiengemeinschaft 34 Jubiläumsfeier der Womelsdorf-Fam.-Gem.
6 amerikanische Auswanderer mit Dorfführung 25 Klasse 8 der Hauptsch. BLB mit Dorfführung „Christliche Symbole in deutschen Schlafzimmern" 319 Weihnachtsmarkt insgesamt in 2011:
749 Besucher
Eine „Blutkugel" kann jeden treffen
Die Elsoffer Bauernschaft lag Jahrhunderte lang mit ihrer Landesherr-schaft im Streit. Als Vogteische fühlten sie sich von den Grafen von Wittgenstein unabhängiger als die übrigen Wittgensteiner Untertanen, obwohl die Vogtei Elsoff als Erbschaft an die Wittgensteiner gefallen war und damit der Graf von Wittgenstein rechtmäßiger Landesherr auch der Vogtei war. Aber immer wieder flackerte neuer Streit auf, sei es, dass der Landgraf von Hessen Ansprüche auf die Vogtei erhob, sei es, dass die Elsoffer sich mehr Vorteile von Hessen versprachen als von Wittgenstein. Sogar die Rechtsprechung war unter beide Obrigkeiten aufgeteilt. Der Graf von Wittgenstein hatte das Recht auf das Blutgeld, die hohe Gerichtsbarkeit inne, sprach also Recht über Leben und Tod. Der Landgraf dagegen ahndete Diebstähle, Ehebruch und Hurerei.
Schließlich gipfelten die Streitigkeiten 1725 im so genannten Elsoffer Bauernkrieg, der sogar mehrere Todesopfer forderte. Mit drakonischen Maßnahmen hatte der Graf von Sayn-Wittgenstein-Hohenstein mit Sitz in Laasphe das Aufbegehren der Elsoffer niedergeschlagen. Die Elsoffer waren also gar nicht gut auf ihren Landesherrn zu sprechen. Deshalb versuchten sie über den Weg der Juristen eher zum Erfolg zu kommen. Sie strengten beim Reichskammergericht in Wetzlar einen Prozess ge-gen Graf Albrecht von Wittgenstein an.
Als ihre Wetzlarer Anwälte einen Boten nach Elsoff schickten, um ihr Honorar einzufordern, kamen die Elsoffer Bauern im Haus des Bürger-meisters Köhler zusammen und berieten. Natürlich machten sie sich erst einmal Luft vom Zorn auf ihre Obrigkeit. Ein Wort ergab das andere.
Jacob Grauel soll gesagt haben: „Der Landesherr ist es nicht wert, dass ihn der Teufel hole!" Darauf erhob Jacob Gelbach seine Stimme und stellte fest: „Aber der Landesherr ist es wert, dass man ihn tot schieße!"Jetzt kam es nur noch darauf an, dass man jemand fand, der diesen Wunsch auch ausführte. Den fand man schließlich in Daniel Marburger. Dessen Bruder hatte den Kanonhof auf Teiche gegründet. Beide Männer waren Söhne des ehemaligen Försters Marburger in Elsoff.
Bald wurde der Anschlag sehr konkret. Johann Craft Horn, Bauer in El-soff, war wegen einer anderen Sache für eine bestimmte Zeit des Landes verwiesen worden und lebte vorübergehend in Hatzfeld. Diesen Craft Horn traf Daniel Marburger 1731 an der Hatzfelder Brücke. Ein kurzes Gespräch ergab, dass Marburger den Horn beauftragte, ihm eine Blutku-gel aus dem Kölnischen zu besorgen. Zu dem Zweck sollte Horn nach Hallenberg gehen, wo man solche Kugeln bekommen konnte.
Wenn man eine Blutkugel abschießt, kann man ganz sicher jemanden treffen und erschießen, den man gesehen hat, der sich jedoch inzwischen schon weit entfernt hat.
Natürlich geht Horn nicht nach Hallenberg. Vielmehr vertraut er sich dem jetzigen Förster in Elsoff Johann Christian Fischer an und meldet ihm das geplante Attentat. Er bittet darum, doch den Landesherrn zu warnen. Wahrscheinlich verspricht er sich durch diese Denunziation eine Milderung seiner eigenen Strafe. Schließlich möchte er möglichst schnell wieder zurück zu seiner eigenen Familie und dort seinen Hof be-arbeiten. Als dem Grafen das geplante Attentat ruchbar wurde, ließ er sofort bei Nacht und Nebel neun Elsoffer Bauern als vermutliche Rädelsführer verhaften und nach Laasphe in den Arrest führen. Alle neun erhielten einen eigenen Wachsoldaten und wurden auch im Gefängnis voneinan-der getrennt. Sie sollten sich nicht beraten und Absprachen treffen kön-nen. Wie schlimm es damals im Gefängnis zuging, kann man daran er-messen, dass zwei Bauern weinend gestanden, sie hielten die Zustände im Gefängnis nicht mehr aus. Nachdem sie eingewilligt hatten, dass man sie in zwei Zimmern mit einem Eisen an die Wand schmiedete, kam man ihrem Wunsch nach. Die Verhöre zogen sich über drei Monate hin. Immer wieder wurden die Verhafteten befragt, wer dieses oder jenes gesagt haben sollte. Der Hauptverdächtige Daniel Marburger verstrickte sich umso mehr in Wi-dersprüche, je länger die Inhaftierung währte. Aber bald hatte man seine Taktik durchschaut. Auf Rat seines Bruders Johannes hatte er sich des-halb so verhalten, damit man ihn für irre hielte.
Am Ende kam es weder zu einem Prozess, noch zu einer Verurteilung, weil ein Gutachten der Universität Marburg keine Notwendigkeit sah.
Nachtrag zu den Hexen im Elsofftal
Der Rundblick hat ausführlich über den Zauberer Mebes Dienst aus Alertshausen und den Zauberer Johenchen Gernand aus Elsoff berichtet. Beide Männer wurden wegen Zauberei zum Tode verurteilt und mit dem Schwert hingerichtet.
Aber der Zauber- und Hexenwahn hatte das gesamte Elsofftal erfasst. Am schlimmsten hatte es wohl die „große Margarethe von Alertshau-sen" getroffen. Schon während ihrer Tätigkeit als Heilkundige und Hexe, erst recht während ihres Prozesses, führte sie den Beinamen „die Große". Das war absolut keine Spottbezeichnung, sondern zeugt von der Anerkennung ihrer Heilkunst in der Öffentlichkeit von Medebach, Wal-lau, Biedenkopf bis Marburg und vor allem im heimischen Raum. 1629 wurde die große Margarethe in Laasphe hingerichtet. In ihren Prozess-akten wird von dem Zeugen Mebes Dienst ausgesagt, dass die große Margarethe aus Wunderthausen stammte, wo auch noch eine Schwester lebe, die gleichermaßen heilen und zaubern könne. Beide Frauen hätten das von ihrer Mutter gelernt.
Nachforschungen im Berleburger Schlossarchiv ergaben, dass Margare-thes Schwester Orthea war (eigentlich Dorothea), Ebert Heidts in Wei-mers Haus zweite Ehefrau. Sie saß in Berleburg im Gefängnis, weil ihr vorgeworfen wurde, Schwangerschaftsabbrüche vornehmen zu können und bei vielen Menschen allerhand Unheil durch angebliche Heilkünste angerichtet zu haben. Ihrer Stieftochter Steinchen, die von einem Mül-lerjungen in der Mühle zu Frankenberg geschwängert worden war, habe sie mit dem Versprechen, dass das Kind nun abginge, einen Trunk gege-ben. Auch bei der Tochter von Theis Kuhn in Linde Haus, die schon sehr dick gewesen und plötzlich wieder dünn geworden war, habe Or-thea ihre Finger im Spiel gehabt. Viele Zeugen werden gehört. Einige berichten von Kindesabtreibungen, die von Orthea, Ebert Heidts Frau vorgenommen worden sein sollen, an- dere preisen dagegen ihre Heilkünste. Sie wird nicht nur in die Nachbar-schaft gerufen, um Krankheiten, Knochenbrüche und Verstauchungen behandeln zu lassen, sondern auch in die Nachbardörfer. So sagt Man-nus Dickels Frau Catharina in Diele Haus in Diedenshausen aus, dass Orthea ihrer Tochter den verstauchten Arm wieder in Ordnung gebracht hätte. Die Schulzefrau in Diedenshausen bekennt, dass Ortheas Mutter besonders erfahren im Umgang mit Krankheiten gewesen sei. Sie wäre von allen Menschen sehr geschätzt und von vielen zu Hilfe gerufen wor-den. Diese Fähigkeiten habe die Mutter an ihre Töchter weiter gegeben. Ortheas und Margarethes Mutter hat vor 1600 in Wunderthausen gelebt. In welchem Haus sie verheiratet war, konnte leider bislang noch nicht herausgefunden werden. Ob Leisa, Johannes Homrighausens Frau in Seimes Haus, die ebenfalls als Hexe verschrien war, in einem Ver-wandtschaftsverhältnis zu Orthea und Margarethe stand, ist ebenfalls noch unbekannt.
Zahlreiche Bittbriefe von Ebert Heidt, seine unmündigen Kinder brauch-ten die Mutter und seine Haushaltung die Ehefrau, blieben unbeantwor-tet und unberücksichtigt. Orthea Heidt wurde wegen Verletzung göttli-cher Ordnung und wegen Hexerei hingerichtet. Leisa Homrighausen er-litt das gleiche Schicksal. Es ist erstaunlich, dass Ortheas und Margarethes Mutter vor 1600 wegen ihrer Heilkünste geschätzt und verehrt wurde. 20 Jahre später wird die gleiche Kunst verteufelt und für Hexerei gehalten. So schnell hat der Hexenwahn auch in Wittgenstein um sich gegriffen. Dinge, die man sich nicht erklären konnte, wurden einfach als teuflisch hingestellt. Men-schen, die sich dieser Künste bedienten, mussten ausgerottet werden. Und das befolgte man zu Beginn des 17. Jahrhunderts sehr intensiv. Aus Diedenshausen ist nur Anna, Christ Saßmannshausens Frau in We-bers Haus und Hans Wagners Tochter aus Wagners Haus, als Hexe an-geklagt worden. Obwohl sie der Folter unterworfen wurde, hat sie jede Schuld geleugnet und nichts gestanden. Deshalb ist sie wieder freigelas-sen worden.
Der Hexenwahn hat tatsächlich auch nicht vor dem Elsofftal Halt ge-macht.
Anekdotisches aus Diedenshausen
Wer erinnert sich nicht gerne an die 800-Jahrfeier in Diedenshausen im Jahr 1994 – inzwischen schon 18 Jahre vorbei und damit Geschichte. Aber die starken Eindrücke bleiben. Da ist nicht nur der grandiose Fest-zug zusammen mit dem stehenden Zug zu nennen, sondern auch die vie-len Einzelaktionen. Schon die Planungen und Vorbereitungen brachten viel Freude mit sich, waren aber auch von Bangen begleitet, ob alles so gelingen würde, wie man es sich vorgestellt hat.
Eine dieser Einzelaktionen war die Bilderausstellung in Hanses Saal. Von Anfang an war klar, dass neben den ältesten noch erhaltenen Bil-dern auch die Schul- und Landschaftsbilder nicht fehlen durften. Ein ganz besonderes Anliegen war jedoch, den großen Sohn unseres Dorfes, Johannes Althusius, in irgendeiner Form würdig darzustellen. Doch au-ßer den beiden Portraits, einem Bild und viel, viel Text gab es nichts auszustellen. Da kam uns das Angebot von Rikarde Riedesel gerade recht, uns für die Zeit der Ausstellung die Marmorbüste des Althusius aus dem Museum der Stadt Bad Berleburg auszuleihen.
Mit genügend Wolldecken bewaffnet, um die wertvolle Büste sicher zu verpacken und zu transportieren, fuhren wir nach Berleburg. Mit im Auto saß Schulze Rüdiger. Für ihn war selbstverständlich, Althusius auf seiner Heimkehr nach Diedenshausen zu begleiten, lebte er doch jetzt mit seiner Familie in dessen Geburtshaus. Auf der Rückfahrt hielt Rüdi-ger die Büste fest umklammert, sie sollte ja nicht hin- und herrutschen, umkippen oder gar zu Boden fallen. Als wir auf dem Weg zu Hanses Saal bei Schulze vorbei kamen und Rü-diger aussteigen lassen wollten, druckste der zunächst ein wenig herum. Doch dann fragte er: „Wenn ich den (Althusius) doch eine Nacht bei mir behalten dürfte? Das konnten wir ihm unmöglich abschlagen.
Wer möchte nicht eine Nacht mit Johannes Althusius zu verbringen!

Source: http://www.heimatverein.diedenshausen.de/Rundblick57.pdf

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Antimicrobial resistance profile of methicillin resistant staphylococcal aureus from skin and soft tissue isolatesFaiza IdreesAga Khan University Kauser JabeenAga Khan University Muhammad Shoaib KhanAga Khan University Afia ZafarAga Khan University Follow this and additional works at: Recommended CitationIdrees, F., Jabeen, K., Khan, M., Zafar, A. (2009). Antimicrobial resistance profile of methicillin resistant staphylococcal aureus fromskin and soft tissue isolates. Journal of the Pakistan Medical Association, 59(5), 266-9.Available at:

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